Grundrezepte

Glutenfreier Mürbeteig

Mittlerweile habe ich schon einige Kuchenrezepte auf meinem Blog.
Diese Kuchen sind nicht immer die Einfachsten, ich mag wohl das extravagante Leckere:)
Einen simplen Blechkuchen oder Marmorkuchen zu backen, ist mir irgendwie zu langweilig.
Ein aufregender Käsekuchen mit Früchten oder ein Bananenkuchen mit Schokolade, Cranberries und Nüssen reizt mich viel mehr….

Doch ich wurde jetzt schon paarmal gefragt, ob ich nicht auch mal einfache Grundrezepte veröffentlichen will.
Denn Leute wie ihr vielleicht, die gerade anfangen, sich glutenfrei zu ernähren und sich erstmal an das selber Backen gewöhnen, bzw. es erstmal lernen müssen, die fangen nicht gleich mit einem komplizierten Kuchen an.
Wenn ich an meine ersten Rezepte denke, die ich im Internet gesucht habe, dann war das keine glutenfreie Torte oder so, sondern grundlegende Rezepte, wie: glutenfreier Mürbeteig, glutenfreies Brot, glutenfreie Kekse….einfache Sachen eben, die man mit wenig Aufwand hinbekommt und trotzdem glutenfrei gut schmecken. Schließlich fängt jeder mal klein an 😉

Und genau das habe ich mir jetzt vorgenommen, denn ich wünsche jedem von euch, der sich glutenfrei ernähren will oder muss, seine Kuchen, Quiche und Brote selber backen zu können und dabei genauso viel Spaß zu haben wie ich!
Darum gibt es diese Woche mal kein aufregendes Kuchen – oder Tortenrezept, sondern ein Grundrezept für einen glutenfreien Mürbeteig.

Glutenfreier Mürbeteig

Mürbeteig wird schließlich so oft verwendet, er ist die Grundlage vieler Kuchen.
Doch nicht nur für Kuchen, auch für eine herzhafte Tarte oder Quiche ist er unverzichtbar.

Eigentlich besteht ein Mürbeteig ja aus nicht viel mehr wie: Mehl, Butter, Salz und Ei.
Jedoch ist das bei einem glutenfreien Mürbeteig nicht ganz so einfach. Oft ist es leider so, dass glutenfreie Teigwaren eher trocken sind und manchmal sogar sandig schmecken.

Damit ihr einen wirklich gelungenen und wohlschmeckenden Mürbeteig als Grundlage habt, zeige ich euch hier wie es geht!

Das Hauptproblem bei den glutenfreien Backwaren ist ja, dass die Elastizität fehlt. Um diesem etwas nachzuhelfen, gibt es die „Wunderzutat“ Xanthan Gum oder Flohsamenschalen.
Xanthan ist ein natürlicher Vielfachzucker, der mit Hilfe von Bakterien aus zuckerhaltigen Zutaten gewonnen wird und dann in der Lebensmittelbranche als Geliermittel verwendet wird. In Verbindung mit Johannisbrotkernmehl soll es sogar eine noch bessere Elastizität entwickeln.

Flohsamenschalen besitzen ebenfalls eine gute, natürliche Quellkraft.
Beide Zutaten sollten aber nur in geringen Mengen verwendet werden. So reicht meist 1 -2 Teelöffel auf 500 Gramm Mehl. In vielen Fertigmehlmischungen ist es bereits enthalten.

Ein süßer Mürbeteig unterscheidet sich nicht groß von diesem hier, doch ich werde euch später noch ein extra Rezept für einen süßen, glutenfreien Mürbeteig hochladen.

Nun aber seid schön fleißig und habt Freude am Backen. Ich bin schon ganz gespannt auf eure Kreationen mit dem Mürbeteig!

 

Glutenfreier Mürbeteig

Glutenfreier Mürbeteig

Glutenfreier Mürbeteig

Glutenfreier Mürbeteig

Glutenfreier Mürbeteig

Glutenfreier Mürbeteig

Glutenfreier Mürbeteig

Rezept drucken
Glutenfreier Mürbeteig und Blindbacken
Küchenstil Glutenfrei
Vorbereitung 10 Minuten
Wartezeit 15 Minuten
Portionen
Tarteform mit ca. 24 cm Durchmesser
Zutaten
  • 70 g glutenfreie Mehlmischung ich habe die "Mix it" von Schär genommen
  • 40 g Buchweizenmehl
  • 20 g Tapiokamehl
  • 1/2 TL Xanthan oder Flohsamenschalen
  • 1/2 TL Salz
  • 70 g Butter, kalt und gewürfelt
  • 50 g Frischkäse
  • 1 Eigelb
Küchenstil Glutenfrei
Vorbereitung 10 Minuten
Wartezeit 15 Minuten
Portionen
Tarteform mit ca. 24 cm Durchmesser
Zutaten
  • 70 g glutenfreie Mehlmischung ich habe die "Mix it" von Schär genommen
  • 40 g Buchweizenmehl
  • 20 g Tapiokamehl
  • 1/2 TL Xanthan oder Flohsamenschalen
  • 1/2 TL Salz
  • 70 g Butter, kalt und gewürfelt
  • 50 g Frischkäse
  • 1 Eigelb
Anleitungen
  1. Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit den Händen gut zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig für 15 Minuten in den Kühlschrank stellen.
  2. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen, dabei den Teig immer wieder wenden und bei Bedarf etwas mehr Mehl auf die Arbeitsfläche geben. Ansonsten entstehen Risse auf der einen Seite und der Teig klebt zu sehr an der Arbeitsfläche. Wenn der Teig etwa die Größe der Tarteform hat, ihn mit dem Nudelholz vorsichtig aufrollen ( siehe Bilder). Das Nudelholz mit dem Teig auf der Tarteform wieder abrollen und den überlappenden Teig an den Rand drücken. Alles überstehende mit einem Messer sauber abschneiden. Sollten Risse entstehen oder der Teig nicht überall den Rand mit abdecken, befeuchtet den Teig an der Stelle leicht und klebt etwas Teig an.
  3. Wenn der Boden blindgebacken werden soll: den Boden mit Backpapier auslegen und mit Hülsenfrüchten oder Backerbsen bedecken. Ich nehme immer die gleichen Kichererbsen zum blindbacken. Linsen, Reis oder Bohnen gehen auch. Die Tarteform mit den Hülsenfrüchten für ca. 15 Minuten blindbacken. Danach das Backpapier mit den Hülsenfrüchten herausnehmen und den Tarteboden ganz normal mit dem gewünschten Belag belegen und um die angegebene Zeit backen.
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1 Kommentar

  • Reply
    Karl
    28. August 2017 at 19:12

    Das ist super, vielen Dank. Auf so ein Grundrezept hat die glutenfreie Welt doch gewartet – Danke!!
    Karl

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